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Der Samstag beim FINA/ARENA World Cup:

Hype um Phelps, ein Weltrekord und der Sieg eines „Verletzten“ -
Biedermann souverän, Koch tastet sich an eigenen Rekord heran

Berlin, 22. Oktober 2011. 
Einen ereignisreichen und denkwürdigen Tag erlebten die 2200 Zuschauer beim FINA/ARENA Swimming World Cup am Samstag in Berlin. Sportliches Highlight war dabei ohne Frage der Weltrekord der erst 16-jährigen US-Amerikanerin Melissa „Missy“ Franklin über die 200m Rücken. Das US-Wunderkind, dem bei den Olympischen Spielen in London 2012 das Potenzial für mehrere Goldmedaillen zugesprochen wird, verbesserte die zwei Jahre alte Marke der Japanerin Shiho Sakai um 15 Hundertstelsekunden auf 2:00,03 Minuten. „Das ist Wahnsinn. Ich wusste vor dem Rennen nicht mal, wo der bis dahin aktuelle Weltrekord stand. Ich bin überglücklich, kann es noch gar nicht fassen“, gab der Teenager aus Aurora, Colorado, zu.

Franklins Teamkollege, der 14-malige Olympiasieger Michael Phelps, bestätigte seine ansteigende Form mit zwei gewonnenen Rennen in Weltjahresbestzeit über die 100m und 400m Lagen. „So weit so gut. Ich bin im positiven Sinne Lichtjahre von der Leistung entfernt, die ich 2009 hier in Berlin gebracht habe. Damals bin ich hier total unter die Räder gekommen.“ Der Hype um den eher schüchternen Mann aus Baltimore, Maryland, kannte kaum Grenzen. Selbst einige seiner Kontrahenten ließen sich im Bereich des Aufwärm-Beckens zusammen mit Phelps für ein Erinnerungsfoto ablichten.

Eine Schrecksekunde überstehen musste Brent Hayden, bevor er am Nachmittag über 100m Freistil triumphieren konnte. Der Kanadier hatte sich am Morgen beim Aufwärmen die Schulter ausgekugelt. „Ich musste wieder eingerenkt werden und wusste bis mittags gar nicht, ob ich überhaupt starten kann. Umso schöner ist der Sieg für mich.“

Etwas nüchterner betrachtete Paul Biedermann seinen - erwarteten – Erfolg über 400m Freistil. Der Weltrekordler siegte in 03:41,19 Minuten und distanzierte die Konkurrenz mühelos: „Mein Ziel war es, das Rennen zu kontrollieren. Das ist mir gelungen. Zuhause zu gewinnen ist einfach am schönsten“, gab Biedermann zu. Britta Steffen blieb ein Sieg zwar verwehrt (Platz zwei hinter Therese Alshammar in 24,07 Sekunden über 50m Freistil), doch auch sie zeigte sich vor heimischem Publikum keineswegs unzufrieden: „Gegen Therese ist derzeit kein Kraut gewachsen, insofern ist das für mich wie ein Teilsieg.“ Nur drei Zehntelsekunden über seinem eigenen Deutschen Rekord blieb Marco Koch bei seinem Sieg über die 200m Brust (2:04,61). Der Darmstädter, der seit dem Sommer sechs Kilo abgespeckt hat, versprach: „Dieser Rekord wird bald fällig sein!“

 

 

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