Deutsche Brustschwimmerinnen auf Rekordjagd

Berlin (pps) Deutschlands Brustschwimmerinnen mischen beim Berliner Weltcup bislang die nationalen Rekordlisten auf. Nach gleich drei neuen Bestmarken über 100 m Brust am Samstag setzte sich am Sonntag Janne Schäfer (SV Nikar Heidelberg) über 50 m wieder an die nationale Spitze. Mit 29,87 Sekunden blieb sie nicht nur als erste Deutsche unter der 30-Sekunden-Marke, sondern holte sich auch wieder ihren Rekord zurück, den sie vor drei Wochen bei einem Meeting in Aachen an Kerstin Vogel (SG Essen) abgeben musste, die dort 30,14 Sekunden schwamm. Zuvor stand die Marke von Janne Schäfer bei 30,33 Sekunden aus dem Jahr 2007.

Über 100 m Brust hatten Caroline Ruhnau (ebenfalls SG Essen), Kerstin Vogel (beide in den Vorläufen) und Sarah Poewe (SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen) den Deutschen Rekord von 1:05,55 über 1:05,46 auf 1:05,12 Minuten geschraubt. Und in den Vorläufen über 200 m Brust wackelt die DSV-Bestmarke ebenfalls. Caroline Ruhnau verfehlte mit 2:21,75 Minuten die fast genau sechs Jahre alte Bestzeit von Anne Poleska (Krefeld) nur um 24 Hundertstelsekunden, qualifizierte sich aber als Zweit-Schnellste für das Finale am Sonntagnachmittag.

Mit Daniela Samulski schwamm eine weitere Essenerin einen neuen Deutschen Rekord. Über 100 m Rücken blieb die frischgebackene 50-m-Europarekordlerin mit 57,37 Sekunden um 65 Hundertstelsekunden unter der Marke von Janine Pietsch (SC Delphin Ingolstadt) vom April 2006. Für den bereits zwölften Deutschen Rekord im Rahmen des diesjährigen Berliner Weltcups sorgte Steffen Deibler (Hamburger SC), der im Vorlauf über 50 m Freistil seine eigene drei Wochen alte Marke um eine Hundertstelsekunde auf 20,99 Sekunden verbesserte.

Insgesamt wurden damit in diesem Jahr bereits 85 Deutsche Rekorde (Lang- und Kurzbahn) aufgestellt. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 41 Deutsche Rekorde erzielt.

 

 

 

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