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„Schmetterling“
Deibler sieht Potenzial für Freistilstaffel Berlin
(pps) „Ich hatte wirklich nicht gedacht, dass ich nach diesem Rennen
immer noch den Weltrekord halte“, wunderte sich Steffen Deibler
(Hamburger SC) nach seinen 21,80 Sekunden über 50 m Schmetterling. Erst
vor drei Wochen hatte er bei einem Meeting in Aachen mit 22,06 Sekunden für
den ersten Weltrekord in seiner Karriere gesorgt, den er jetzt in Berlin
nochmals unterbieten konnte. Wie recht er hatte, verdeutlicht das Berliner
Rennen. Auch Roland Schoeman (Südafrika) blieb mit 21,87 Sekunden noch
unter der alten Marke. Steffen
Deibler, der im vergangenen Jahr nach den Olympischen Spielen in Peking
von der TG Biberach in Oberschwaben nach Hamburg zu Trainerin Petra
Wolfram wechselte, führt seine Verbesserung vor allem auf ein deutlich
gesteigertes Krafttraining zurück. „Das zahl sich jetzt schon aus“,
meinte er. „Wenn ich in Biberach geblieben wäre, dann wäre ich heute
noch nicht so weit“, fügte er hinzu. Seit diesem Herbst hat er zudem
noch einen Trainingspartner, der sich auch schon auf den Lagenstrecken
Deutsche Meisterschaften und nationale Rekorde erschwommen hat - seinen
drei Jahre jüngeren Bruder Markus Deibler, der aber noch für die TG
Biberach startet. Der
22 Jahre alte Steffen Deibler hatte erst am vergangenen Mittwoch nach fünftägiger
Pause wegen einer Erkältung das Training wieder aufgenommen. „Es läuft
derzeit im Training nicht gerade rund, dafür aber in den Wettkämpfen um
so besser“, wunderte sich der DSV-Rekordhalter über 50 m und 100 m
Freistil, der aber trotz seiner aktuellen Erfolge über 50 m Schmetterling
weiterhin die Freistilstrecken im Auge hat. „Man kann beide Lagen ganz
gut kombinieren, und dann gibt es ja noch die Freistilstaffeln“, meinte
der Student. „Vor allem über 4x200 m Freistil haben wir in den
kommenden Jahren noch Potenzial“, glaubt Deibler mit Blick auf
Weltmeister Paul Biedermann.
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