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Für Sarah Poewe geht Qualität vor Quantität Berlin
(pps) In den Vorläufen über 100 m Brust wurde Sarah Poewe (SG Wuppertal/Uerdingen/Dormagen)
beim Weltcup in Berlin von zwei Konkurrentinnen ein wenig „geärgert“.
Caroline Ruhnau und Kerstin Vogel (beide SG Essen) schwammen mit 1:05,55
und 1:05,46 Minuten innerhalb von zwei Minuten jeweils deutschen Rekord.
Eine Bestmarke, die noch drei Wochen vorher mit 1:06,02 Minuten im Besitz
von Sarah Poewe war, ehe sie von Caroline Ruhnau (1:05,98) abgelöst wurde.
„Es war mir schon wichtig, mir diesen Rekord zurück zu holen“, sagte
die in Kapstadt in Südafrika geborene „Globetrotterin“, die seit zwei
Monaten in Los Angeles lebt und trainiert. Mit 1:05,12 Minuten gelang ihr
dies in einem Rennen, in dem Leisel Jones mit 1:03,00 Minuten für einen
neuen Weltrekord sorgte. „Das war eine Superleistung“, gratulierte
Sarah Poewe der Australierin, mit der sie sich seit zehn Jahren duelliert.
In
„L. A.“ trainiert Sarah Poewe unter Coach Dave Salo in einer „Multi-Kulti-Truppe“
der Extraklasse, der unter anderen Jessica Hardy, Rebecca Soni (beide
USA), Kosuke Kitajima (Japan), Markus Rogan (Österreich), Oussama
Mellouli (Tunesien) und Thiago Perreira (Brasilien) angehören. „Man
kann sich nichts besseres vorstellen, als mit diesen Spitzenschwimmern täglich
zu trainieren“, meinte die 26-jährige Sarah Poewe, die sich nach der WM
im Sommer in Rom entschlossen hatte, vom US-Bundesstaat Georgia nach
Kalifornien zu wechseln. „Ich
trainiere jetzt nur noch einmal am Tag, aber Qualität steht vor Quantität“,
berichtet die frühere Kurzbahn-Weltmeisterin von der Umstellung und
richtet ihren Blick bereits auf die Olympischen Spielen 2012 in London.
„Bis dahin werde ich in Los Angeles bleiben.“ Dort gibt sie als
Nachwuchstrainerin ihr schwimmerisches Wissen an „Kids“ im Alter von
sechs bis zwölf Jahren weiter.
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