Daniela Samulski – mal eben für zwei Monate nach Neuseeland

 Berlin (pps) Mit einem weiteren Europarekord von 26,21 Sekunden über 50 m Rücken setzte Daniela Samulski (SG Essen) eine im Sommer begonnen Serie beim Weltcup in Berlin fort. Für die 24 Jahre alte künftige Studentin der Sozialpädagogik war es bereits der fünfte Europarekord in diesem Jahr über diese Strecke. Der erste auf der Kurzbahn – alle anderen hatte sie auf der Langbahn erzielt. Zuletzt mit 27,23 Sekunden bei den Weltmeisterschaften im Sommer in Rom, als sie Silber gewann. Mit ein Grund, warum es nichts mehr wurde aus dem geplanten Wechsel nach Berlin und sie in der Ruhrpott-Stadt Essen bei Trainer Henning Lambertz blieb. 

 „Da es nicht sofort mit einem Studienplatz geklappt hat, wollte ich einfach etwas anderes sehen und bin nach Neuseeland gereist“, erzählte „Mulle“, wie sie bei ihren Freunden heißt. Verein und Trainer in Neuseeland suchte sie im Internet – und landete in Christchurch auf der Südinsel bei Martin Harris, einem britischen Ex-Schwimmer und Olympia-Teilnehmer. „Im Prinzip war ich zwei Monate auf mich alleine gestellt, habe mich aber auch immer wieder mit meinem Trainer in Deutschland abgestimmt“, wunderte sich die frischgebackene Europarekordhalterin selbst am meisten über ihren Coup in Berlin. Zumal sie in den vergangenen Tagen auch noch von einer leichten Erkältung geplagt wurde. Am vergangenen Dienstag war sie erst vom Fünften Kontinent zurückgekehrt.

 „Es gibt schon noch ein paar Stellen, an denen man im Training arbeiten kann“, sieht Daniela Samulski durchaus noch Entwicklungspotenzial für sich. „Dadurch sind auch die Olympischen  Spiele 2012 für mich wieder ein Stück näher gerückt.“ An ein Ende ihrer Karriere denkt sie augenblicklich jedenfalls noch nicht.

 

 

 

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